Moin!
Die Covid-19 Pandemie schafft eine Situation, wie wir sie so noch nie erlebt haben. Auch in Oldenburg. Die meisten Probleme, die jetzt auftauchen, sind aber nicht neu. Sie sind auch nicht durch den Virus oder einhergehende Maßnahmen zu dessen Eindämmung entstanden. Es sind Themen wie soziale Ungleichheit, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Gewalt, die schon lange existieren. Unter denen viele Menschen schon lange leiden. Durch die weltweite Pandemie werden viele Probleme wie unter einem Brennglas verschärft. Gleichzeitig verbreiten sich aktuell verschiedene Verschwörungserzählungen rund um den Covid-19-Erreger und die Infektionsschutzmaßnahmen.
Damit positionieren wir uns klar und deutlich GEGEN Verschwörungsideologien und rechte Schwurbeleien!
Wie einige von euch sicher mitbekommen haben, verbreitet ein Oldenburger Ableger von „Querdenken“ seit nun fast zwei Jahren auch hier verschwörungsideologische Inhalte und verharmlost oder leugnet die Covid-19 Pandemie. Hinzu gekommen sind die „Freie[n] Oldenburger“ – eine Gruppierung, die sich an der als rechtsextremistisch eingestuften Kleinstpartei „Freie Sachsen“ orientiert und über Chat-Gruppen regelmäßig zu nicht angemeldeten Versammlungen und sogenannten „Spaziergängen“ aufruft (mehr Infos findet ihr unter https://linktr.ee/Gegenprotest_OL). Aktuell erhalten diese erheblichen Zulauf, auch von altbekannten Personen aus der rechten Szene Oldenburgs, wie bspw. der Holocaustleugnerin Imke Barnstedt, und bieten so offensichtlich rechtspolitischem Gedankengut einen Platz in ihren Reihen.
Das wollen wir so nicht akzeptieren und halten dagegen: Wir überlassen Oldenburg weder rechtem Gedankengut noch verschwörungsideologischen Inhalten, sondern machen uns für einen solidarischen Umgang in der Pandemie stark! Deshalb organisieren wir zu jedem dieser sogenannten „Spaziergänge“ (bisher jeden Montag 17.30 Uhr auf dem Schlossplatz) eine Gegenveranstaltung in Form einer Kundgebung und weiteren Aktionen. Dort beziehen wir eindeutige Position und eröffnen darüber hinaus den Raum für eine solidarische Kritik der Verhältnisse – abseits von rechter Schwurbelei.
Viele Oldenburger*innen stehen bereits an unserer Seite, doch da geht noch mehr! Wir wünschen uns die tatkräftige Unterstützung aller, die sich bereits innerlich gegen Rechts und gegen Verschwörungsideologien positionieren. Nur gemeinsam können wir ein klares Zeichen setzen!
